Mit seinen Kitas präsentiert sich der Kinderschutzbund Essen beim diesjährigen Parkerlebnis zum Weltkindertag am Sonntag, 20. September, im Grugapark. Die Einrichtungen sind seit Jahrzehnten ein wesentlicher Baustein der Kinderschutzarbeit des Essener Ortsverbands. Da die Nachfrage nach Kita-Plätzen in Essen abnimmt, startet der Kinderschutzbund jetzt eine Kampagne, um für seine Kitas zu werben.
Seit mehreren Jahren nimmt die Anzahl der Kleinkinder in Essen kontinuierlich ab. Das bekommt der Kinderschutzbund genau wie andere Träger von Kitaeinrichtungen zu spüren. Das Jugendamt der Stadt Essen hat auf das stadtweite Phänomen reagiert und veröffentlicht seit einem Jahr monatlich die freien Plätze auf seiner Website.
Für den Kinderschutzbund Essen wird es immer herausfordernder, alle Plätze in seinen Kitas zu besetzen. Erst im Laufe dieses Monats – also nach dem Start des Kitajahres am 1. August – konnten einige Einrichtungen die letzten Plätze vergeben. In manchen Kitas des Kinderschutzbundes sind immer noch einige Plätze frei.
Dies ist ein Problem. „Auch wenn es auf den ersten Blick so klingt, als ob diese Entwicklung positiv wäre. Schließlich sind dann mehr pädagogische Fachkräfte für weniger Kinder da. Aus pädagogischer Sicht würden wir dies natürlich sehr begrüßen, aber finanziell ist es fatal“, erklärt Prof. Dr. Ulrich Spie, Vorstandsvorsitzender des Kindesschutzbundes Essen. „Denn für jeden freien Kitaplatz erhalten wir keine Kitapauschale vom Land Nordrhein-Westfalen. Schon nach einem Monat fehlt uns dann ein beträchtlicher Betrag, aber unsere Fachkräfte müssen wir selbstverständlich trotzdem weiterbezahlen.“
Daher hatte der Kinderschutzbund Essen gehofft, dass mit dem neuen Kibiz-Gesetz, das zum 1. August 2027 in Kraft tritt, eine Sockelfinanzierung eingeführt wird. Damit wären die Kitas unabhängiger von den Schwankungen bei der Besetzung der Plätze. Stattdessen wird es auch künftig bei einer kindbezogenen Finanzierung der Kitas bleiben. Auch in Zukunft ist es also zwingend erforderlich, dass möglichst alle Kitaplätze einer Einrichtung vergeben werden.
Deswegen startet der Kinderschutzbund Essen mit seiner neuen Kampagne „Unsere Kitas machen Kinder stark“. Zum Auftakt am Weltkindertag am 20. September von 11 bis 17 Uhr wird neben dem Spielmobil der Fachbereich Kindertageseinrichtungen beim Parkerlebnis im Grugapark vor Ort sein. Für die Kinder gibt es ein Programm mit Bewegungsparcours, Kinderschminken und Bastelangebot. Als Ansprechpartner für die Eltern stehen Mario Vuk, stellvertretender Fachbereichsleiter Kitas, Mitarbeiterinnen aus den Kitas sowie Martin Hollinger, Fachbereichsleiter Bildung und Förderung, bereit.
Im Jahr 1986 eröffnete der Kinderschutzbund Essen in Altenessen seine erste Kita. Es folgten weitere unter anderem in Borbeck, der Stadtmitte, auf Zollverein und auch im Grugapark. Alle Einrichtungen sind als Kinder- und Familienzentren zertifiziert, richten sich mit ihrem Angebot also nicht nur an die Kitakinder, sondern an alle Familien im jeweiligen Stadtteil.
„Alle unsere Kitas zeichnet aus, dass sie den Eltern praktisch ein All-inclusive-Angebot machen. Neben dem regulären Kitabeitrag und dem Essensgeld für die drei Mahlzeiten am Tag fallen keine weiteren Kosten an. Weder für Pflegeartikel noch für die internen Kindergeburtstage noch für Bastelmaterialien für besondere Aktionen, wie zum Beispiel St. Martin“, so Prof. Spie. „Außerdem sind alle Leitungen von der Betreuungsarbeit freigestellt, und alle unsere Kitas haben eine stellvertretende Leitung. Das bedeutet, dass für die Eltern immer ein Ansprechpartner zu erreichen ist. Damit heben wir uns von anderen Kitaträgern ab.“
Eltern, die noch kurzfristig einen Kitaplatz für ihr Kind suchen und sich über die Einrichtungen des Kinderschutzbundes Essen informieren möchten, können sich gern direkt an das jeweilige Kinder- und Familienzentrum wenden.
Eine Übersicht aller Kitas gibt es unter www.dksb-essen.de.