Seit vielen Jahren ist die opta data Gruppe ein starker und engagierter Partner an der Seite des Kinderschutzbundes Essen. Jetzt fördert das führende Essener Technologieunternehmen, das seit über 50 Jahren Leistungserbringer aus dem Gesundheitswesen mit passgenauen Services und digitalen Lösungen unterstützt, das neue Kinderschutzhaus des Kinderschutzbundes mit einer Spende in Höhe von 50.000 Euro.
Die Mittel werden insbesondere dafür eingesetzt, die Kinderzimmer liebevoll zu gestalten. Da den Kindern im Schutzhaus ein vollwertiges neues Zuhause geboten werden soll, müssen alle notwendigen Dinge in ihren Zimmern vorhanden sein. Neben stabilem Mobiliar, das auch mal einen Wutanfall aushält, sind dies vor allem Wohntextilien und Spielzeug – denn: Hell und freundlich, aber vor allem gemütlich muss jedes Zimmer sein, damit sich die dem Kinderschutzbund anvertrauten Kinder sofort bestens aufgenommen und schnell wohlfühlen.
Baustellenbesuch macht Baufortschritt sichtbar
Beim Besuch der Baustelle des neuen Kinderschutzhauses lassen sich Mark Steinbach und Jakob Stauber, Geschäftsführer der opta data Gruppe, den aktuellen Stand des Bauprojekts erläutern. Der Rohbau ist bereits fertiggestellt. Die Inbetriebnahme ist für den Herbst 2026 geplant.
Beim Rundgang über die Baustelle sagt Mark Steinbach: „Verantwortung heißt auch, hinzuschauen und sich vor Ort ein Bild zu machen. Kinderschutz gehört seit der Gründung der opta data Gruppe zu den festen Säulen unseres gesellschaftlichen Engagements und ist für uns ein dauerhafter Auftrag, getragen von Überzeugung, Kontinuität und regionaler Verbundenheit.“
Jakob Stauber ergänzt: „Entscheidend ist für uns, dass mit dem neuen Schutzhaus ein Ort entsteht, der langfristig trägt und akut gefährdeten Kindern neue Stabilität und echte Perspektiven schenkt. Man bekommt hier konkret vor Augen geführt, was es bedeutet, Verantwortung über einen längeren Zeitraum zu übernehmen.“
Finanzierung aus Eigenmitteln und Spenden
Sowohl finanzielle als auch breite ideelle Förderung für das Kinderschutzhaus sind dringend erforderlich. Denn die Errichtung und Inbetriebnahme des neuen Hauses für Essen muss ohne staatliche Förderung realisiert werden; der Kinderschutzbund trägt das Projekt allein und finanziert es vollständig aus Eigenmitteln und Spenden. Selbst im laufenden Betrieb ergeben sich Spendenbedarfe.
„Wir sind außerordentlich dankbar für die großzügige Unterstützung der opta data Gruppe zugunsten unseres zurzeit wichtigsten Zukunftsprojektes“, sagt Thomas Grotenhöfer, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes Essen. „Und: Für das deutliche Signal. Ohne Unternehmen wie opta data, zu deren Selbstverständnis als Familienunternehmen es in nunmehr zweiter Generation zwingend gehört, verlässlich Verantwortung zu übernehmen für das Gemeinwohl, geht es einfach nicht mehr. Denn wir erleben, dass sich der Staat zunehmend immer weiter zurückzieht aus der Finanzierung staatlicher Pflichtaufgaben.“
„Dabei sind wir überglücklich über die außerordentlich gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadt Essen. Aber die Rahmenbedingungen, innerhalb derer wir uns als Kinderschützer engagieren, werden immer enger gesteckt. Es ist schwierig geworden, wichtige Projekte wie das neue Schutzhaus voranzutreiben. Wir spüren eine durchgehend hohe Arbeitsbelastung, die geprägt ist von Fachkräftebedarf auf der einen sowie rasant steigenden Unterstützungsbedarfen bei den Kindern und Familien in dieser Stadt auf der anderen Seite“, ergänzt Nina Schubert, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Essen.
Neubau dringend notwendig
Weil seit Jahren die Fälle von Kindeswohlgefährdung dramatisch ansteigen, verzeichnet der Kinderschutzbund vermehrt Anfragen nach Schutzplätzen. Im Jahr 2024 erreichten die beiden Kindernotaufnahmen „Spatzennest“ und „Kleine Spatzen“ 486 Aufnahmeanfragen – so viele wie nie zuvor seit Eröffnung der ersten Notaufnahme 1986. 58 Kinder konnten aufgenommen werden; 428 musste der Kinderschutzbund wegen fehlender Kapazitäten ablehnen. 2025 gab es 420 Anfragen; lediglich 26 Kindern konnte der Kinderschutzbund ein sicheres Zuhause auf Zeit bieten. Bei 394 Kindern musste er nein sagen.
Deshalb baut der Kinderschutzbund Essen ein neues Schutzhaus. Es ist für Kinder bestimmt, die zuhause geschlagen oder vernachlässigt werden, weil ihre Eltern überfordert, krank oder drogenabhängig sind. Andere Kinder erleben sexualisierte Gewalt in ihrer Familie. 14 akut gefährdete, oftmals traumatisierte Kinder erhalten im Kinderschutzhaus den Schutz und die traumapädagogische Hilfe, die sie für ein kindgerechtes und gewaltfreies Aufwachsen benötigen.
Das Investitionsvolumen für das Kinderschutzhaus, also die Kosten für den Erwerb des Grundstücks, den Bau und die Einrichtung des Gebäudes sowie die Gestaltung des Außengeländes, beträgt 4,5 Millionen Euro. Baustart war Anfang Juli 2025; inzwischen ist der Rohbau fertiggestellt. Als nächstes beginnt noch im Januar dieses Jahres 2026 der Einbau der Fenster, danach wird die Außenfassade montiert.
Spendenkonto:
Sparkasse Essen, IBAN: DE70 3605 0105 0000 2907 00, Stichwort: „Neubau Kinderschutzhaus“